Was ist Veterinär-Thermographie?
Mit einer Wärmebildkamera wird die vom Tier ausgehende Infrarotstrahlung aufgezeichnet und auf einem Monitor sichtbar gemacht. Zusätzlich werden alle Messdaten zur späteren Beurteilung am PC gespeichert. Bereits geringste Schwankungen der Infrarotabstrahlung werden erfasst und liefern detaillierte Informationen über pathologische Veränderungen.

Verglichen werden Abstrahlungsmuster (Temperaturmuster)
Wärmemuster finden sich z.B. über entzündeten Muskeln, Sehnen oder Gelenken. Kältemuster geben wichtigen Aufschluss über Unterversorgung von Gewebe, eine nicht zu unterschätzende Information. Durch Seitenvergleiche können laterale Asymmetrien als wichtige Informationen für Ausbildung, Training oder zur Beurteilung einer Tagesverfassung dokumentiert werden. Dies betrifft neben den Extremitäten auch den Pferderücken und die großen Gelenke. Bereits erste Abweichungen von individuellen Normal- und Regelzuständen werden durch die thermographische Untersuchung zuverlässig erkannt.

Besonderheit
Häufig verändert sich bereits zwei bis drei Wochen vor einer Erkrankung das lokale Temperaturmuster, also noch bevor es zu Symptomen beim Pferd kommt (z.B. Trittstörung, Lahmheit). Durch eine regelmäßige thermographische Kontrolle können Überbelastungen und Fehlbelastungen mit Folgebeschwerden für das Tier und Ausfälle im Reitsport rechtzeitig dokumentiert werden.
Thermographie als ganzheitliche Untersuchungsform gibt Einblick in die Dynamik eines Körpers. Ein idealer Ausgangspunkt, um mögliche Dysbalancen oder Bewegungsstörungen nachzuvollziehen und zu verstehen.

Keine Beeinflussung des Pferdes
Thermographie ist völlig non-invasiv und findet allgemein in der gewohnten Umgebung der Pferde statt. Die Pferde werden in keiner Weise beeinträchtigt und müssen weder fixiert noch in Narkose versetzt werden. Thermographie ist beliebig oft wiederholbar.