Die InfraMedic Untersuchungs- und Auswertesoftware EXAM (Version 6 im Frühjahr 2012) ist weltweit einzigartig im Bereich der medizinischen Infrarotuntersuchung Sie wurde entwickelt und gestaltet aus der Anregung von praktizierenden Ärzten und medizinischen Infrarot-Experten und programmiert durch hochqualifizierte IT Spezialisten. Ihre Entwicklung wurde ebenfalls durch eine Forschungsförderung der deutschen Bundesregierung unterstützt (Programm ProINNO 2004-2005). Mehr als 20 Anwender in 5 europäischen und außereuropäischen Ländern nutzen mittlerweile EXAM und tragen durch ihre Anregungen zu einer ständigen Weiterentwicklung und Funktionserweiterung bei.
EXAM führt den Arzt und das Messpersonal auf perfekte Weise, einfach und sicher durch den gesamten Untersuchungsprozess, beginnend bei der Aufnahme der Patientendateien (optional gekoppelt an ein Arztpraxis-Verwaltungsprogramm) und weiter mit Hilfe von Hinweisen und Sprachaufforderungen durch den gesamten Aufnahme- und Messprozess.
Alle Messergebnisse und Aufnahmen sind sofort in Echtzeit über eine LAN-Verbindung (optionale Anbindung an das PC-Netz der Praxis oder Klinik, auch drahtlos als WLAN) auf dem Rechner des Arztes verfügbar und können im Anschluss an die Messung rasch ausgewertet und dem Patienten erläutert werden.
Nachdem das patentierte Auswertenetz auf einfachste Weise (auch durch trainiertes Assistenzpersonal) exakt über jede Brust (oder andere Körperregionen) gelegt wurde, lassen sich viele klinisch relevante Daten vollautomatisch per Mausklick abrufen.
Eine übersichtliche Graphik mit den Messdaten aller Brustareale vor und nach der Abkühlung gibt sofort einen raschen Überblick und zeigt Störungen prägnant auf.
Direkt anschließend kann durch einen weiteren Mausklick eine erste Computer-Auswertung der Brustareale und eine Bewertung der Resultate auf einer farbkodierten Skala abgelesen werden: grün steht für normal, über gelb und orange geht es nach rot für pathologisch relevante Störungen. Wichtige Kriterien münden in Punkten, die für einen Scorewert summiert werden.
Hiernach beurteilt der Arzt anhand von mehreren vordefinierten Kriterien die Brust und vergibt damit automatisch weitere Kennzahlen.
Ein weiterer Mausklick erzeugt einen detaillierten automatisch generierten Arztbrief über alle relevanten Ergebnisse der Untersuchung wie Messwerte, gewichtete Kriterien und die Beurteilungen des Arztes. Ergänzt wird dieser Bericht durch aussagekräftige Abbildungen. Selbstverständlich kann der Arzt jederzeit den Bericht auf einfachste Weise ändern oder ergänzen. Der Befundgenerator stellt dabei sicher, dass kein Aspekt der Untersuchung vergessen wird.
Die Zeitersparnis für den Arzt ist erheblich: Ohne automatischen Befundgenerator müssten mindestens eine halbe Stunde Zeitaufwand für den Arzt und eine Schreibkraft eingerechnet werden.
Diese Zeit kann dank EXAM jetzt viel besser für die Patientenzuwendung eingesetzt werden.
In die neueste Version von EXAM wurden zahlreiche weitere nützliche Funktionen eingefügt, vorwiegend für wissenschaftliche Auswertungen. So lassen sich Histogramme mit den aufsummierten Temperaturwerten über beiden Brüsten darstellen, daneben noch Boxplot-Graphiken mit Angaben von Durchschnittswerten, Median, Standardabweichung, Perzentilen und Quartilen, Maxima und Minima.
Des Weiteren wurden viele geometrische Auswerteformen integriert (Rechtecke und Quadrate, Kreise und Ellipsen, Linien etc.), mit deren Hilfe sich vielfältige flächen- oder linienbezogene Berechnungen anstellen lassen. Es wurden bereits Dissertationen mit diesen Funktionen abgefasst.
Alle damit erhobenen statistischen Daten können aus EXAM exportiert und (durch einfaches Ausschneiden und Einfügen) in Kalkulationsprogramme wie Microsoft Excel® importiert werden.
Damit lassen sich Graphiken für wissenschaftliche Arbeiten auf einfache Weise erzeugen.
Unter jedem „Bild“ liegt eine Tabelle mit, z.B. 320 Spalten und 240 Zeilen (Version HiRes), also insgesamt 76.800 einzelnen Temperaturwerten. Zur klinischen Beurteilung der Aufnahmen müssen die Temperaturwerte in eine Farbskala umgerechnet werden. Hierzu stehen unterschiedliche Farbpaletten zur Verfügung. InfraMedic hat eine spezielle Farbskala entworfen, die den Kontrast deutlich verstärkt und damit die Grenzen zwischen den Temperaturmesswerten besser erkennbar macht. Dabei sind die Farben so gewählt, dass sie dem psychologischen Wärmeempfinden (rot = warm und blau = kalt) und den Gepflogenheiten in der Medizin am besten entsprechen.
Unterschiedliche Grauskalen (Graukeile von weiß nach schwarz oder umgekehrt) eignen sich besonders für die Darstellung von Gefäßverläufen und entsprechen der Betrachtungsweise von Radiologen.
In der Regulationsthermographie nutzt man seit Jahrzehnten das thermische Verhalten in definierten Hautarealen für weitreichende Untersuchungszwecke. Diese Funktionalität wird in die kommende Version 6.0 von EXAM integriert (ab 2008). 60 Hautareale, die jeweils über viszerokutane und andere Reflexbögen mit inneren Organen in enger Verbindung stehen, werden markiert und eingehend ausgewertet.
Die Ergebnisse werden in einer übersichtlichen und leicht zu interpretierenden farbcodierten Pfeilgraphik wiedergegeben. Daraus können regulationsmedizinisch erfahrene Ärzte wertvolle Hinweise für die Beurteilung des allgemeinen Regulationsstatus des Patienten, für seine Belastbarkeit und für die Therapieplanung und -kontrolle gewinnen.









